22. Januar 2020

Ernsthaft wörtlich gemeint?

Ok, zugegeben nicht so wörtlich genommen, aber es war schon heftig, was die Jungs im Planetarium angestellt haben. Zumindest bestätigten die Offiziellen, dass es ein derartiges Event bisher noch nicht gegeben hatte.

Da wir die Jungs schon mittlerweile ein paar Jahre kennen, wussten wir ehrlich gesagt schon ein wenig früher von dem Vorhaben und können uns noch gut daran erinnern, als Sänger Philipp auf uns zukam und meinte: "Mädels wir haben was cooles in petto! Wir haben mit dem Planetarium in Hamburg gesprochen und wir dürfen tatsächlich eine Show im Planetarium spielen!"

Da waren auch für uns sehr coole News, den was für einen besseren "irdischen" Platz kann es für eine Science-Fiction Death Metal Band geben um ihre Texte und Emotionen besser rüber zu bringen?! Klar, uns würde spontan zumindest die ISS einfallen, aber bleiben wir mal realistisch. Besonders haben wir uns auch dann gefreut, als wir die Möglichkeit bekamen dort zu filmen.

Was war das denn bitte für ein Konzert?

Ja, es war in vielen Dingen etwas Besonderes und das nicht nur auf die Location bezogen. Vor allem für Menschen, die sich von wegen "Lernen" und "langweiligen Vorträgen" eine gewisse Affinität gegen solche Einrichtungen haben, war der Besuch eines Planetariums etwas Neues. Das Zitat eines Freundes von uns: "Da lebe ich nun schon Ewigkeiten in Hamburg und bin nun zum ersten Mal hier drin". Ok, war es für uns auch, aber zumindest konnten wir sagen: wir kommen nicht aus Hamburg, gelle?

Die nächste Überraschung kam dann direkt nach dem Einlass, wo uns nicht nur der große Projektor begrüßte, sondern auch nur Sitzplätze... mit zurückklappbaren Sesseln... im Kreis... unter einer großen Kuppel... Für ein Death Metal Konzert? Naja, lassen wir uns mal überraschen dachten wir.

Unsere ganz persönlichen Eindrücke und der Zusammenschnitt der Show!

Alle Zweifel und Vorbehalte waren dann aber wie weggeblasen, als die Band loslegte. Meine Güte war das ein Zusammenspiel aus visuellen Eindrücken durch die Planetariumstechnik und zum anderen durch die Musik der Band. Dann hat es auch nur 10 Minuten gedauert bis die imaginäre Stewardess meinte: "Bitte legen Sie nun ihre Rückenlehnen nach hinten und genießen Sie den zweistündigen Trip!"

Die Band gab wirklich das Beste was sie hatten. Und nicht nur, dass sie die Möglichkeiten hatten sich frei zu bewegen, sie wurden bei vielen Songs brilliant unterstützt von dem Streichquartett "Eklipse" (mehr von ihnen auf http://www.e-k-l-i-p-s-e.com/) die dieses Jahr auch mit Joachim Witt auf Tour gehen. Man kannte es ja schon von dem letzten Album "The Devourer" und dem Song "Tiefenrausch", dass die Jungs mit Streichinstrumenten experimentierten, aber auch zu vielen anderen Songs passte die Untermalung perfekt.

Eine Sache, die uns ein wenig dazu veranlasste einen kleinen Abstrich zu machen war der Sound, der ab und an nicht ganz rund erschien und die Streicherinnen vielleicht ein wenig zu leise erscheinen ließ. Dazu meinte Philipp nach dem Konzert entschuldigender Weise: "Da konnten wir leider nicht viel dran machen, denn zum Einen mussten wir mit einem festgelegten Limiter in der Anlage, der die Lautstärke begrenzt, uns arrangieren und zum anderen ist der Saal bzw. die Kuppel für eine Beschallung durch ein Metal Konzert nicht konstruiert. Daran liegt es, dass wir uns nicht zu 100% so präsentieren konnten wie wir wollten. Wir haben bis spät in die Nacht gestern noch getüftelt und das war das Beste was wir rausbekommen konnten, aber das sind auch wieder Erfahrungswerte, die wir für zukünftige Konzerte in solch einem Rahmen mitnehmen können."

Für uns persönlich hat das aber dem Gesamtbild keinen Abbruch getan und wir können sagen: Wenn ihr die Möglichkeit habt das nächste Konzert dort mit zu erleben, dann macht den Trip. Sowohl die Jungs, als auch das Planetarium haben eine 2. Show bestätigt und diese Show war schon lange im Voraus ausverkauft.

Wer nun noch ein wenig mehr erfahren will, wie es uns gefallen hat und alles und wie, der sollte sich einfach unser Youtube Video dazu anschauen: Ab zum Video. Und natürlich nicht vergessen uns einen Daumen nach oben da zu lassen!